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Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00
Unverträglichkeit von neuer Brille trotz gleicher Stärken

Seit nunmehr 8 Jahren (Anfang 2010) trage ich eine kleine randlose Brille mit folgenden Werten:

R sph.-6,25 - cyl. -1,00 Achse 52 -PD 30,5

L sph.-6,25 - cyl.-1,00 Achse 146 PD 30,5

Die Gläser sind asphärisch 1,74 von Essilor

Meine Werte haben sich nicht geändert (wurde von Optikern und Augenarzt nachgemessen, habe mit der alten Brille einen Visus von 1,0)

Ich versuche nun schon seit mehr als drei Jahren, mir eine neue Brille anpassen zu lassen (die alte hält ja nicht ewig). Ich bin mittlerweile verzweifelt. Ich habe mittlerweile drei Optiker, drei Gestelle, sieben paar Gläser und unterschiedliche Glashersteller durchprobiert (immer asphärische Gläser mit 1,74 Index, Glashersteller Essilor und Zeiss). Trotz der gleichen Werte bekomm ich bei jeder neuen Brille relativ schnell Kopfschmerzen (zusammen mit teilweise Schwindel und dem Gefühl, dass die Augen ermüden...)Die Probleme werden mit zunehmender Uhrzeit am Tag auch immer schlimmer. Das kuriose ist, dass ich wirklich gut sehen kann (es sind ja die gleichen Werte wie von 2010). Ich habe die Brillen jeweils auch ein bis zwei Wochen getragen, ohne das Besserungen eintraten.

Jeder Optiker hat nach den Ursachen gesucht. Die Zentrierung stimmte angeblich jeweils, die Glasbiegung war nahezu gleich, die Rundung der Gläser nahezu identisch. Bei einem Optiker wäre ich ja noch von einem Fehler bei der Anpassung ausgegangen, aber nicht bei mittlerwiele drei Optikern. Auffällig ist, dass die Probleme extremer wurden, je größer die Gläser/das Gestell waren. Als letztes probiere ich gerade eine Brille, die genau so groß ist, wie meine bisherige.Aber auch da treten die Probleme- wenn auch nicht so massiv- auf. 

Ich trage seit nunmehr fast dreißig Jahren eine Brille. Es gab auch bei Änderung der Dioptrien nie Probleme. Ich vermute, dass ich den Schliff der Gläser nicht vertrage. Kann es sein, dass ich die asphärischen Gläser oder die 1,74 Index nicht vertrage?! (wobei ich ja jetzt auch asphärische Gläser mit 1,74 Index trage). 

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

lasse mal die Zentrierung der a l t e n Brille prüfen. Wenn die nicht den Vorgaben entspricht, aber zufällig für Dich geeignet ist, kann niemmand voraussehen, dass eine neu gefertigte Brille mit richtiger Zentrierung nicht mehr passt und auch nicht passen kann.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00

Vielen Dank. Ich werd das noch einmal beim Optiker ansprechen. Wobei dieser bereits meine alte Brille genau angeschaut hat und meinte, die Zehtrierung bei der alten Brille korrekt. Die Unvertraeglichkeit kann also  nicht von der Asphäre kommen?

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin, wenn die Zentrierungen exakt gleich sind, kann es schon an der Asphäre liegen, wenn die Gläser vorher sphärisch waren. Aber bei Deinen Gläsern ist auch die Höhenzentrierung wichtig.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00

Lieben Dank für die Antwort! Bisher habe ich ja auch in der Brile von 2010 asphärische Gläser in 1,74 und komme damit bestens zurecht. Also die Zentrierung hat er bei der alten Brille aus 2010 schon geprüft und meinte, sie sei korrekt. Ob er auch  die Höhenzentrierung geprüft hat, weiss ich nicht...Ich werde ihn mal hierauf ansprechen.

Was mich halt zusätzlich verwundert ist, dass ich mit einer Sonnenbrille aus 2010 (gleiche Werte wie oben; aber von einem ganz anderen Optiker) auch bestens klar komme (auch bei längerem Tragen im Urlaub). Hier handelt es sich um sphärische Gläser mit einem Brechungsindex von 1,56. Eine Sonnenbrille ist aber sicher kein geeignetes Vergleichsobjekt oder?Ich find es halt komisch, dass ich mit der alten Brille (Einzelhändler vor Ort) und der alten Sonnebrille ("Billigkette") einen guten Tragekomfort habe und keinerlei Probleme und alle Versuche die jetzt bzgl. einer neuen Brille gestartet werden, immer so enden, dass ich diese Unverträglichkeit habe. Die Optiker schauen mich ja schon ganz ratlos an...

Bild des Benutzers Qwerty
Beigetreten: 18. März 2018 - 15:33

Asphäre ist nicht gleich Asphäre!

Die Gestaltung der Asphäre kann ganz unterschiedlich ausfallen, auch hier können Unverträglichkeiten auftreten. Sphärische Flächengestaltungen sind m.M.n bei Kurzsichtigen unproblematischer. Auch diese gibt es in höherbrechender Materialien wie 1.74 fallen aber ein wenig dicker aus, da die Vorderfläche des Brillenglases etwas stärker gekrümmt ist. 

Lg 

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Beigetreten: 7. November 2000 - 0:00

Hallo zusammen

bei deiner Glasstaerke wuerde ich keine aspaehrischen Glaeser benutzen. Da sind Spaehren weitaus vertraeglicher. Oder du nutzt individualisierte Glaeser. Der 2. Hauptschnitt der Rueckflaeche von -7,25 dpt ist bei deinen Glaesern(vorn asphaerisch; hinten spaehrisch bzw torisch) nicht der Vorderflaechenasphaere angepasst. Da wird die Vertraeglichkeit zur Glueckssache. Je hoeher der Zylinder, desto unvertraeglicher werden Asphaeren.

 

Gruss Burkhard

 

Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00

Für die Hinweise vielen Dank!! Ich habe soeben auch noch einmal mit meinem Optiker gesprochen. Der sprach mit  Zeiss. Die vermuten auch, dass die Problematik bei den asphärischen Gläsern liegt. Die neue (unverträgliche) Brille hat der Optiker genau nach meiner alten (verträglichen) Brille angefertigt. Er hat die Zentrierung -auch von der Höhe her- übernommen. Je größer die Brillen/Gläser in den letzten zwei Jahren waren, die ich probiert habe, desto größer waren auch die Kopfschmerzen und die Unverträglichkeit. Ich denke, dass das auch für eine Asphärenunverträglichkeit spricht...??!

Es werden nun sphärische Gläser eingebaut. Ich werde berichten, ob es dann besser ist!

Bild des Benutzers Qwerty
Beigetreten: 18. März 2018 - 15:33

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es dann besser, denn genau wie Burkhard die Problematik treffend beschrieben hat, sind sphärische Gläser in deinem Fall wesentlich verträglicher. Sollten hier tatsächlich noch Probleme auftreten (glaube ich aber nicht), gibt’s ja noch die Möglichkeit das ganze individuell zu fertigen. Kostet dann aber auch etwas mehr cheeky

 

Lg 

Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00

Es sollen sphärische Gläser von Zeiss eingebaut werden mit einem Brechungsindex von 1,67. Ich hoffe das klappt. Was für Möglichkeiten gibt es, das ganze individuell anfertigen zu lassen?  In welcher Preisspanne bewegen wir uns denn hier?Wo finde ich Händler, die das anbieten? 

Bild des Benutzers Qwerty
Beigetreten: 18. März 2018 - 15:33

Eine individuelle Anfertigung wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nötig sein. Ich mache das überwiegend bei Übersichtigen Personen, da diese mit ihrer Korrektion eher Probleme haben, als Kurzsichtige. Kostenpunkt kann dementsprechend auch ganz individuell sein, vermutlich kommst du aber  <700€ raus. 

 

Lg 

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Beigetreten: 7. November 2000 - 0:00

Aus meiner Erfahrung haben kurzsichtige und weitsichtige Menschen Probleme mit Aspaehren. Oftmals wird hier die Aesthetik des Glases in den Vordergrund gespült auf Kosten der Vertraeglichkeit. 

Eine alte asph. Brille mit einer neuen asp. Brille zu vergleichen ist auch nicht gut, weil der Vorneigungswinkel der Brillen, die Durchbiegung und der Abstand zw. Auge und Brille unterschiedlich sind. Wenn dann die Korrektion noch unterschiedlich ist hat man ein Problem und weiss nicht warum.

Eine individuell gestaltete Brille macht dann schon Sinn.

LG Burkhard

Bild des Benutzers Qwerty
Beigetreten: 18. März 2018 - 15:33

Eine Asphäre ist ja auch bis ca +8 nur dafür gedacht, das Brillenglas bei gleicher Abbildung flacher werden zu lassen, eine wirklich bessere Abbildung erhalte ich ohnehin nur bei sehr hohen Brechwerten. Leider wird das Marketingtechnisch gerne anders beworben. 

Dafür haben sich die Begriffe „optische und ästhetische Asphäre“ bisher ja eigentlich gut geeignet. 

Aber ist nur meine Meinung... und eigentlich auch die von Blendowske, der das ja schon länger weiß wink

Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00

Neuster Stand der Dinge: Ich habe gestern die Brille beim Optiker abgeholt. Folgende Gläser wurden eingeschliffen:

Zeiss, organische Kläser, Index 1,67, sphärisch

Die Brillenwerte unverändert:

Rechts: sph. -6,25 - cyl. -1,00 Achse 52 Grad - Pupillenabtsand 30,5

Links: sph.-6,25 - cyl. -1,00 Achse 145 Grad - Pupillenabstand 30,5

Ich hatte ja nun wirklich gehofft, dass ich nun durch den Wechsel von asphärischen Gläsern auf sphräischen Gläsern beschwerdefrei bin. Leider die gleiche Problematik:

Ich sehe wirklich gut (keine Probleme beim Sehen). Aber ich bekomme zunehmend Kopfschmerzen. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass es im Tagesverlauf schlimmer wird. Ich bin mittlerweile so richtig verzweifelt. Der Optiker hatte zuvor bei Zeiss angerufen, wo er die Auskunft bekam, dass man sich nur vorstellen könne, dass es an einer Asphärenunverträglichkeit liegt. Nun ja, das war es ja wohl nicht. Oder muss ich mich ggf. an den Wechsel (vorher asphärisch seit 2010 und nun sphärisch) gewöhnen?

Ich weiss, dass Ferndiagnosen nicht klappen, wäre aber für Tipps dankbar. Angeblich hat der Optiker die alte mit der neuen Brille verglichen und die Zentrierung wäre die gleiche. Ich habe ja nun auch schon einige neue Brillen probiert und die Unverträglichkeit war ja nun bei jeder der neuen Brillen innerhalb der letzten drei Jahre (6 Gestelle und zirka zehn paar Gläser).

Kann es sein, dass ich organische Gläser nicht mehr vertrage? Wurde hier im Herstellungsverfahren bei den Herstellern in den letzten 8 Jahren was geändert? Würde es Sinn machen, mal mineralische Gläser auszuprobieren?

Meine Augenärztin und ein Optiker vermuteten, dass ich die Dioptrienzahl nicht mehr vertrage und eine schwächere Brille mal ausprobieren solle. Die Werte, die oben angegeben sind, sind noch aktuell. Würde es hier Sinn machen mal bei beiden Augen auf -6,00 Dioptrien zu gehen?Wobei ich ich mit den alten Werten in der alten Brille aus 2010 ja klar komme.

Oder sollte ich einfach Geduld haben mit der Hoffnung, dass ich mich an die Gläser gewöhne.? Wie lange sollte ich mir Zeit geben? Es ist halt für mich verwunderlich, weil die Glasstärke ja die gleiche ist.

Als letzte Möglichkeit sehe ich die Anfertigung von individuellen Gläsern. Wie ist es hier mit Verträglichkeiten? Kann ich davon ausgehen, dass solche Probleme wie bei mir dann mit solchen Gläsern nicht mehr auftreten?

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

Kopfschmerzen durch Brille entstehen durch entweder falsche Stärke , falsche Zentrierung, oder nicht sichtbares Schielen, was nicht korrigiert wurde, aber nicht durch die Bauart der Gläser, bzgl. Asphäre oder nicht.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00

Vielen Dank für die Hinweise. Die Zentrierung wurde ja überprüft und ist angeblich wie bei der alten Brille. Ich vermute mittlerweile, dass es die Stärke ist. Dass mir die neue Brille  zu stark ist. Aber kann das sein? Es ist die gleiche Stärke wie vorher. (Brille aus 2010).Daran wurde nichts geändert. Sollte ich es mit 0,25 oder 0,5 Dioptrien weniger auf beiden Augen mal probieren?

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

einfach weniger Stärke nehmen,ist kontraproduktiv. Lasse das nochmal genauer prüfen.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00

Also nochmal die alte mit der neuen Brille vergleichen lassen?! Mich verwundert halt, dass nun mittlerweile zig Optiker nachgemessen haben ohne irgendeine Abweichung oder einen Fehler zu finden. Die Kopfschmerzen nehmen im Tagesverlauf immer mehr zu! Ob man zumindest mit individualisierten Glaesern eine Loesung finden kann, wenn sonst nichts hilft? Wir sind da die Erfahrungen der Experten?

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Erwartest Du Ferndiagnosen??????

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Qwerty
Beigetreten: 18. März 2018 - 15:33

Individualisierte Gläser werden dein Problem wahrscheinlich auch nicht lösen. Eberhard hat da schon recht. Lasse die Stärken nochmal prüfen. Das ist am naheliegendsten. 

 

Bild des Benutzers domo301
Beigetreten: 17. März 2018 - 14:00

Sehstärken wurden mehrfach geprüft. Die alte Sehstärke ist immernoch aktuell.

Meine alte verträgliche Brille hat laut Brillenpass eine PD bds. 30,5 mm. Wie jetzt erst auffiel wurde sie aber bds. mit 29,5 mm angefertigt. Ich habe mich wohl daran gewöhnt...

Wieviel groß ist bei meiner Stärke denn die erlaubte Abweichung bzw. wieviel kann man da normalerweise tolerieren?

Die neuen Brillen wurden mit bds. 30,5 mm (korrekter Wert) angefertigt. Allerdings habe ich nun eine neue Brille ebenfalls mit 29,5 mm bds. Diese vertrage ich auch nicht. Sehr gute Sicht aber nach einiger Zeit zunehmender Kopfschmerz.

Ich war gstern nochmal beim Optiker. Der ist überfragt. Ob mein leichtes Schielen da eine Rolle spielt konnte man mir nicht wirklich beantworten. Vor allem weil die neue Brille angeblich genau der alten nachempfunden ist...Ich frage mich nun, ob die Unverträglichkeit von der Psyche kommt oder doch ein Fehler gemacht wurde...Ich hab nun zwei Optiker verschlissen...