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Bild des Benutzers Karottendieb
Beigetreten: 22. April 2021 - 16:59
Erste Brille - Unsicherheiten

Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum und bin seit ein paar Tagen mit meiner ersten Brille ausgestattet worden.

Ich bin 34, seit der Kindheit auf dem linken Auge schwachsichtig (wurde viel zu spät erkannt) und arbeite im Büro (Monitor, Laptop, etc).

Vor einer Woche war ich beim Augenarzt, der mir dann zu meiner "PC-Brille" geraten hat, damit ich "endlich wieder scharf sehe". Ich hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass ich hier Etwas "vermisse", aber mein angestrengtes Auge sah das wohl anders.

Der Augenarzt hat mir dann ein Tablet in die Hand gedrückt, auf dem ich lesen sollte, mir ein paar Linsen ins Testgestell gesteckt und mir so zu verstehen gegeben, dass es mit Brille eben doch schärfer geht. Anschließend bekam ich die Brillenverordnung und machte mich auf dem Weg zum Optiker (Ap****).

Dort wurden mir ein paar Gestelle empfohlen, die zu meinem Typ und der PC-Situation passen und auch auf der richtigen Höhe sitzen, damit die Augen mittig durchs Brillenglas sehen.

Anschließend wurde dann anhand der Brillenverordnung der Glastyp gewählt ("nicht die billigen; aber übertriebenen Non-sense braucht man auch nicht"), der Augenabstand vermessen (mit einer Art Fernglas) und die entsprechende Brille bestellt.

Die Brille habe ich erhalten, kurz Probegetragen und fand das Ergebnis OK. Den Laden habe ich ein wenig schwankend verlassen, da die Eindrücke doch schon heftig waren und immer noch sind.

Ich trage die Woche nun sechs Tage und finde es irgendwie schwer, mich daran zu gewöhnen.

Es fühlt sich alles auf einmal so nah an und wenn ich meinen Kopf bewege, habe ich nun das Gefühl, ich bin in einem 3D-Film. Mein Monitor (oder sonstige eckige Dinge) stellt sich allerdings ein wenig Trapezförmig dar, was wohl davon kommt, dass mein "faules" Auge mit der Hornhautkrümmung nun Informationen vermittelt.

Aktuell bin ich einfach damit überfordert:
* 3D-Sehen (schlimm, wenn ich den Kopf schüttele, weil ich mich fühle wie auf einem Kirmesfahrgeschäft).
* Trapezsehen
* Wenn ich die Brille abnehme, fühle ich mich eine Zeit lang wie besoffen.

Brillenverordnung:
* F - R +1.00 (Sphäre)
* F - L: +2.00 (Sphäre); -1,00 (Zylinder); Achse: 0

Aktuell bin ich einfach total verunsichert, ob das so normal ist und ob sich das dann noch legt? Der Optiker (Fillialleitung) meinte, dass das schon mal vier Wochen dauern kann, wenn so viele Eindrücke auf einmal auf das Gehirn einwirken und sich das erstmal daran gewöhnen muss (meine Hausärztin - mit der ich mich sehr gut verstehe - hatte auch eine sehr lange Eingewöhnungsphase).

Ich trage die Brille jetzt jeden Tag bestimmt von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr (danach werde ist es mir einfach "zu viel Information").
Ist der Einstieg mit +2.00 vielleicht einfach zu viel für mein schwaches Auge? Legt sich das alles noch?

Ihr merkt wahrscheinlich alle meine Verunsicherung, aber das Thema macht mich gerade ein bisschen mehr fertig, als es sollte.

Vielen Dank für euer Feedback

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

diese Auwirkungen sind ganz normal am Anfang. Dass Du Dich nach Abnehmen der Brille wie besoffen fühlst, zeigt eindeutig, dass schon etwas Gewöhnung an das neue Sehen entstanden ist. Trage die Brille weiter, möglichst auch nach 20 Uhr, und Du wirst wahrscheinliich in 2-3 Wochen keine Probleme mehr mit der Brille haben.

Es wäre besser gewesen, Dein Optiker hätte Dir das vorher alles erzählt.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Karottendieb
Beigetreten: 22. April 2021 - 16:59

Hallo Eberhard,

 

vielen Dank für den Zuspruch! Dann trage ich meine Brille weiter und hoffe, dass Besserung eintritt!

 

Ist es normal, dass man meinem "faulen Auge" gleich die 2.0 davorsetzt? Manchmal kommt es mir vor, als wäre das für den Anfang zu viel. 
 

Danke und Gruß ☺️

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

ja, es ist richtig, dem "faulen" Auge sofort die richtige Stärke, die es braucht, zu geben.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Karottendieb
Beigetreten: 22. April 2021 - 16:59

Hallo zusammen,

 

ich wollte mal einen kurzen Zwischenstand geben. 
 

Habe die Brille jetzt jeden Tag von Früh bis spät abends getragen. Meine Nase und das dazugehörige Brillengestell in der Mitte blende ich mittlerweile ganz gut aus. Manchmal wache ich sogar auf und denke, dass ich die Brille noch aufhabe *lach* ☺️!
 

Das Trapezsehen ist nur minimalst besser geworden, aber lässt mich Formen immer noch größtenteils falsch einschätzen. 
 

Gehe ich einkaufen und schaue zwischen den Regalen hin und her, bekomme ich Kopfschmerzen und Schwindel. 
 

Alles was ich weiter als 30 cm weit weg ansehe wirkt überschärft mit "Orange/Blauer-Kanten"?!

 

Das Komische - was mir mittlerweile wirklich zu schaffen macht - ist, dass ich mittlerweile ohne Brille angestrengt gucken muss und mir dort auch schwindelig wird und ich Kopfschmerzen bekomme. (Das war gestern nur ein einmaliger mehrstündiger Test ohne Brille). 
 

Halte ich mein linkes Auge zu (das Schwache mit der Hornhautverkrümmung), fühle ich mich besser und sicherer. 
 

Das Ganze resultiert halt mittlerweile auch in Gangunsicherheiten mit und ohne Brille, vor allem wenn ich Treppensteige :-(!

 

Irgendwie vermute ich, dass das "einfach nicht meine Brille ist", bzw. falsch gemessen, bzw. gefertigt wurde?!

Könnte mir jemand (evtl. du Eberhard?) ein paar erleuchtende Worte dazu schreiben? Bin mittlerweile dezent niedergeschlagen, dass das bei mir nicht so klappt. 
 

Morgen geh ich noch einmal zum Augenarzt (einfach zum Gegencheck) und werde wohl noch einmal den Optiker aufsuchen. 
 

Entschuldigt die langen Texte, aber ich bin lieber ausführlicher ...

Vielen Dank euch ☺️!

Bild des Benutzers Karottendieb
Beigetreten: 22. April 2021 - 16:59

So, gestern war ich beim Optikermeister der A*****-Filliale und der hat sich eine Stunde Zeit genommen und war wirklich nett und kompetent.

Nach meiner Schilderung (obenstehend) hat er dann gemeint "Wir pfeifen jetzt mal auf die Werte des Arztes und mit "Eye Refract" automatisch gemessen und dann sogar noch manuell.. Ebenso hat er mich auf Winkelfehlsichtigkeit getestet, die aber ohne Probleme ablief.

Danach hat er mir eine Testbrille zusammengebaut mit dem ich auf dem Papier-Tablet viel angenehmer die letzte Zeile lesen konnte als mit meiner Brille. Ebenso war das Laufen im Verkaufsraum und auch draussen viel angenehmer. Irgendwie fühlte ich mich weniger schunkelnd.

Die Werte vom Eye-Refract (automatisch) waren:
=========================
147
TEMP
PD=66MM
_________
Final
......... <R>............... <L>
S......+1.50...............+2.75
C......-0.25................-0.75
A......177..................175
Add...+0.00..............+0.00
__________VA_________
<RL>.....<R>.....<L>
0.9..........0.9......0.6
=========================

Vorschlag des Optikers durch manuelle Messung und Tragen der Testbrille:
R: +1.5 -0.25 177° - VisusCC (?; schwer leserlich) 1.0
L: +2.75 -0.5 175° - VisusCC 0.6

Er meinte aber, dass ich gerne noch einmal beim Augenarzt vorbeischauen und mit dem die Werte besprechen soll, wenn ich möchte.

Dort war ich und der Arzt meinte, er hätte mir eine "leichtere Brille" verschrieben, weil ich ja jetzt knapp 30 Jahre keine Brille hatte und die Hornhauverkrümmung usw. mir wohl zu schaffen machen würde. Ebenfalls hat er mir mehrfach "unterschiedliche" Linsen eingesetzt und als ich meinte, die Krümmung wäre jetzt besser, sagte er, dass das alles die gleichen Linsen waren und das meine subjektive Wahrnehmung wäre ....

Er korrigierte also die Werte von:

Brillenverordnung (initial):
* F - R +1.00 (Sphäre)
* F - L: +2.00 (Sphäre); -1,00 (Zylinder); Achse: 0°

auf:

Brillenverordnung (korrigiert):
* F - R +1.5 (Sphäre)
* F - L: +2.75 (Sphäre); -0,5 (Zylinder); Achse: 0°

Die Augenschmerzen und das "angestrengte Augengefühl nach dem Aufstehen" begründete er damit, dass, dass meine Augen es wohl "schärfer mögen" und ich soll doch mit der Entscheidung des Optikers gehen, damit meine Augen endlich entspannen können.

Ich werde also die Tage nochmal zu dem Optiker gehen und ihm die Werte des Augenarztes geben.

Bin ja gespannt, ob ich noch zu "meiner" Brille finde :-).

Verstehe nur nicht, wieso ich eine "Brille light" bekommen habe, wenn es doch augenscheinlich (haha Wink ) besser ist gleich auf "Vollgas" zu gehen.

Vielen Dank,

Karottendieb

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

 

die farbigen Kanten: hochbrechende Gläser machen das, die aber für Dich überhaupt keinen Sinn machen. Zudem würde ich den Werten des Optikers eher trauen.

Viele Grüße

Eberhard